Festansprache Austermann

Rede anlässlich der Verleihung des Darmstädter Journalistenpreises "Der Niebergall" Presseclub Darmstadt e. V., 24. Oktober 2008

Festredner Prof. Dr. Anton Austermann
Festredner Prof. Dr. Anton Austermann

Verrisse - die kann jeder schreiben. Ein Lob so spannend zu formulieren, dass alle in Jubel ausbrechen, scheint nahezu unmöglich zu sein. Dennoch ist jeder auf Lob angewiesen. Und dies ist ja wohl auch der Sinn des "Niebergall", des hiesigen Journalisten-Oskars, um den es heute abend geht. Am stärksten indessen ist das Lob, an das man sich in der autobiographischen Rückschau immer wieder erinnert.

Wir befinden uns in "Liebigs-Oberrealschule mit Reformrealgymnasium zu Darmstadt" in den späten Dreißigern - unser Zeuge ist Georg Hensel, späterer Leiter des Feuilletons beim Darmstädter Echo und seit 1975 Theaterkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im Deutschunterricht des Studienrats
Dr. Hermann Troß ereignet sich dies: "In einem Aufsatz über »Wallensteins Lager« schrieb ich das Gegenteil von dem, was er uns ein paar Stunden lang gelehrt hatte, und ich versuchte, die Richtung meiner konträren Meinung zu beweisen. Er gab mir eine Eins, ließ mich den Aufsatz der Klasse vorlesen und verschaffte mir ein Hochgefühl, das mich später, wenn ich als Theaterkritiker in tiefen Zweifeln stak, sanft ermutigte: Wenn es möglich gewesen ist, einen Studienrat herumzukriegen, musste es möglich sein, alle anderen Menschen zu überzeugen." (S. 41)

Der junge Georg Hensel erfährt im gelungenen Deutschunterricht eine Urszene von Meinungsbildung: Nicht Durchsetzung einer Norm und Anpassung bedeutet Glück, sondern Gegendenken in der Öffentlichkeit einer Schulklasse, auf Augenhöhe mit der Autorität des älteren Lehrers. Freilich liegt zwischen der Schulszene und dem Beginn des Journalismus noch die Hoffnung auf eine literarische Karriere, welche den jungen Georg Hensel bis in die ganz frühe Gruppe 47 führt. Aber: "Außer einer unsäglichen Langeweile, wenn sie ihre pathetisch klobigen Sachen vorlasen, brachte mir die Gruppe 47 nicht viel" - “ und zugleich "den nüchternen Gedanken, dass der Journalismus moderner, in seiner Weltsicht realistischer und in seinen begrenzten Zielen praktisch wirksamer sei als das altmodische, schwerfällige Schreiben von Romanen." (S. 125)

So ist für den 29-Jährigen im Jahre 1952 klar: "Mein Traum vom Schriftsteller war verblasst. ... die Zeitung hatte mich längst aufgefressen, ich gestand es mir nur noch nicht ein." (S. 140) Da ist sie auf einmal, die journalistische Identität. Man ist angekommen im Journalismus - "der schönste, der schrecklichste aller Berufe," wie ihn Klaus Harpprecht 2004 nennt. Herbert Riehl-Heyse spricht von "Arbeiten in vermintem Gelände", von "Macht und Ohnmacht des Journalismus" - allerdings als Überschrift zu seinen "Vier Vorlesungen zur Poetik des Journalismus" an der Universität Wien im Mai 2001.

Ärzte und Anwälte, Steuer-Inspektoren und Studienräte haben in unserer Gesellschaft ein relativ klares Bild von ihrer Profession, vor allem durch eine deutliche Rolle, eine klare Aufgabenbestimmung im Blick auf ihr Publikum: Patienten, Klienten, Steuerzahler oder Schüler. Journalisten hingegen haben Leser, Hörer, Zuschauer - lauter Freiwillige, keine Zwangsverpflichteten wie etwa Gymnasiasten oder Einkommensteuer-Erklärende.

Die Freiwilligkeit des Publikums führt zur Besonderheit der journalistischen Profession: aus vordergründiger Schwäche eine Stärke zu machen. Der Theaterkritiker Georg Hensel spricht beim Beginn seines Textens von "einer Mischung aus Verzagtheit, Grauen und Tollkühnheit. Ich verlangte von mir einen Kavaliersstart, schnell, laut, mit höchster Beschleunigung. Schon der erste Satz sollte mitten in das Stück oder in die Aufführung treffen und durch eine Banalität zur Zustimmung überreden oder durch eine Paradoxie verblüffen." (S. 209) Widerspruch, Kontrast und Begreifen des womöglich Unerwarteten können nun beim Adressaten gelingen - denn: "Meine Stärke als Theaterkritiker war, dass ich beim Leser so geringe Kenntnisse voraussetzte, wie ich selbst hatte. Vor jeder Premiere las ich, von Angst geschüttelt, fieberhaft, vor allem die Texte der Dramatiker und die Klassiker der Kritik. ... Was ich dort fand an erhellenden Einsichten und witzigen Formulierungen, das zitierte ich unerschrocken. Ich dachte: Was mich belehrt, das können auch die Leser gebrauchen. Dabei blieb ich ein Erzähler, der sinnliche Eindrücke braucht, bevor er mit Begriffen umgehen kann." (S. 141)

Ein Journalist mit einer langen Jugend im NS-Staat, mit den Erlebnissen von Krieg und Besatzungszeit entdeckt die Entstehung journalistisch angeregter Bildungsabenteuer für seine Leser. "Auf dem Schulhof hatte mich ein übelwollender Klassenkamerad einen »Sinnesquatscher« genannt, das kann man als eine rüde Übersetzung von »Interpret« betrachten, und siehe da, das war jetzt mein Beruf." (S. 211) Schwatzhaftigkeit und Klatsch stehen freilich bei vielen Zeitgenossen im Rufe der Unernsthaftigkeit. Indessen ist die Abwesenheit von Gesprächen, Erzählungen und Plauderei weitaus bestürzender, weil unmittelbar auf Einsamkeit verweisend. Vielmehr wird die Subjektivität des journalistischen Kommunikationspartners gebraucht: "Ich wollte von allen Lesern verstanden werden, und zwar ohne Mühe, eher mit Vergnügen, und ich war schamlos genug, mir das zu wünschen" (S. 211) - soweit Georg Hensel. Offenbar lässt sich an dieser Lebensgeschichte, an dieser Entwicklung einer journalistischen Subjektivität wie unter einem Mikroskop exemplarisch beobachten, was denn Glanz und Gefährdung öffentlicher, durch Journalisten angeregter Kommunikation und Bildung ausmacht.

Es gibt nämlich einen verbreiteten journalistischen Selbstzweifel, der zwischen Koketterie und bisweilen Selbsthass schwebt. Ich zitiere Klaus Harpprecht, Publizist, Redenschreiber bei Willy Brandt, Journalist beim RIAS, beim SFB, Amerika-Korrespondent des ZDF: "Wenn man mit Leidenschaft und Passion Journalist ist, dann müssen wir gestehen: Ein kleiner Schuss des nicht völlig Seriösen gehört wohl dazu. Ich kenne keinen guten Journalisten, keine gute Journalistin, bei denen nicht ein Hauch von Hochstaplertum zu beobachten ist." (S. 124) Noch zugespitzter: "Wir bluffen uns durch den Zwang zur intensiven Information zur Seriosität durch." (S. 124) Das bedeutet auf jeden Fall: Journalismus gründet nicht in langjährigem Expertentum, gründet nicht in komplexer Fachlichkeit, speist sich nicht aus den Gemüsesorten vertrauter Kleingärten.

Mit Rücksicht auf die deutschen Studienräte könnte man auch die völlige Freiheit der Journalisten von Curricula, Richtlinien und Schulaufsichten für die täglichen Pensen der Schulklassen bedauern, in welchen keine Journalisten Stunde um Stunde Unterricht erteilen. Das Verhältnis des Journalismus zur Bildung ist hochgradig ambivalent. Schlimmer noch, Harpprecht verweist auf jene Kollegen von Journalisten, die das "Element der Hochstapelei" teilen, die Politiker. Freilich fehlt den Journalisten der direkte Zugang zur Macht, sie werden durch keine regelmäßige Wahlen-Kontrolle begrenzt, sondern sind den Gesetzen von Angebot und Nachfrage, von Quote und Verkauf unterworfen. Regiert in den öffentlichen Schulen ein womöglich philosophisch untermauerter Bildungsgedanke als Grundnorm des Umgangs von Jüngeren und Älteren, von Schülern und Lehrern, so bestimmt das Verhältnis von Journalisten und deren Publikum der Markt der Meinungen, kurz, die Öffentlichkeit.

Aus meiner Alltagsarbeit kenne ich zwei Volksstämme, nämlich die nachwachsenden Lehrer und die nachwachsenden Journalisten: Bei meinen Lehrerstudenten gilt ein pädagogischer Beruf grundsätzlich als höchstens zweite Wahl. Natürlich wäre man als Absolvent der Universität der Künste Berlin im Fach Musik lieber jede Sorte Musiker als ein Musiklehrer und jede Sorte Künstler statt Kunsterzieher. Gleichzeitig kenne ich keinen Journalismus-Studenten, der nicht sein Studium bei uns im Zweifelsfall sofort abbräche, stünde ihm der Weg über ein Volontariat zum Journalismus frei, wie in den alten Zeiten meiner Generation.

In Deutschland scheint es eine zählebige Berufsideologie zu geben, welche bis ins wilhelminische Kaiserreich zurückreicht: Eine Stimme aus dem Jahre 1872: "Das Gymnasium erzieht nach seiner ursprünglichen Formation nicht für die Bildung, sondern für die Gelehrsamkeit und es nimmt neuerdings die Wendung, als ob es nicht einmal mehr für die Gelehrsamkeit, sondern für die Journalistik erziehen wolle." (S. 60) Man benötigt nur einen pathetischen Bildungsbegriff im Sinne einer elitären Neoklassik Altgriechenlands, um mit dem damals 27-jährigen Friedrich Nietzsche das klassische Gymnasium wie den modernen Journalismus zugleich als Barbarei anzusehen. Und man muss gar nicht lange suchen, um aktuelle Varianten im frühen 21. Jahrhundert zu finden. Ganz unironisch verlangt Konrad Paul Liessmann, Jahrgang 1953, Philosoph an der Universität Wien, im Sinne Nietzsches "physischen Ekel vor der journalistischen Sprache ... als das erste Bildungsziel des Deutschunterrichts, ja der höheren Bildungsanstalten zu formulieren". (S. 63) Und damit nun wirklich jeder Leser weiß, was gemeint ist, übersetzt Liessmann diesen Ekel in "Brechreiz, der einen notgedrungen beim Anblick gewisser Hochglanzmagazine befällt" und "dass sich dieser Reiz auch bei der Lektüre von sogenannten Qualitätszeitungen mitunter einzustellen hätte". (S. 64)

Liessmann nennt sein Buch "Theorie der Unbildung" und bemerkt im Blick auf die Geschichte von Publizistik und Kommunikation überhaupt nicht, wie sich die Arroganz des eigenen Buchtitels gegen ihn selbst wendet. Philosophie, die gegen erfolgreiche journalistische Verständigung, womöglich über Philosophie selbst, wettert, verbarrikadiert sich im Philosophenturm.

Oder wären Liessmanns kulturkämpferische Ausfälle gegen die journalistische Sprache, selbst gegen den Qualitätsjournalismus, Indiz für einen völlig neuen Trend der Freundlichkeit von zeitunglesenden Studienräten gegenüber Journalisten? Dann nämlich ist davon auszugehen, dass auch Lehrer ihre Bildungsabenteuer nach dem Verlassen der Universität nicht mehr in den Fachjournalen ihrer herkömmlichen Wissenschaften, sondern in den von Journalisten beackerten Feldern der Lokalteile, Feuilletons, Sport- und Reiseseiten finden.

Nach den veralteten Voraussagen von Bill Gates hätte es schon seit dem Jahr 2000 keine Zeitungen auf Papier mehr geben dürfen. Herbert Riehl-Heyse, 2003 verstorbener, prominenter Reporter der Süddeutschen Zeitung, fand schon 2001 einige entscheidende Gründe für den Qualitätsjournalismus insbesondere der Zeitung als "Leuchtturm im Nebel". Journalistische Arbeit für Zeitungen heute imponiert ja niemanden mehr angesichts ihrer Aktualität und Schnelligkeit - da sind Radio, Fernsehen und das Internet nicht zu toppen. Qualitätsjournalismus ist langsam. Es geht ihm, so Riehl-Heyse, darum, "ein paar Schneisen durchs Dickicht der Nachrichten zu schlagen, das Gelände zu drainieren, das immer sumpfiger wird, je mehr Neuigkeiten aus den Gullis quellen und aus den Funkmasten dieser Welt". (S. 98)

Die Zeitung wandelt sich von der Vordergründigkeit der Aktualität endgültig zum Hintergrund der Aufklärung von Zusammenhängen. Riehl-Heyse: "Die Tageszeitung (und ihre verwandten Schwestern) gehören zu den letzten Institutionen, die wenigstens den Anspruch aufrecht erhalten, die ganze Welt, die ganze Gesellschaft mit all ihren Widersprüchen, in all ihrer Vielfalt widerzuspiegeln, sich für prinzipiell alles zu interessieren, was ihre Leser interessieren könnte". (S. 99) Tatsächlich ist das älteste und langsamste Medium der Moderne, die Tageszeitung, zumal die Lokalzeitung, das einzige Medium, welches noch eine überschaubare Öffentlichkeit für alle Mitglieder eines Gemeinwesens zugänglich hält. Kurt Tucholskys Plädoyer von 1932 - "Lest Bücher! Sie sind kleine Inseln der Freiheit im Meer der Zensur" - könnte heute für die Tageszeitung umgetextet werden: Lest die Tageszeitung! Sie ist eine kleine Insel der Sinnfindung im Meer der Beliebigkeiten.

Womit wir wieder bei der herrlich polemischen Bemerkung wären, die uns Georg Hensel in seiner Autobiographie überliefert hat: "Sinnesquatscher". Das bedeutet für den Qualitätsjournalismus: eigensinnige Auswahl der Wirklichkeit, über die berichtet wird, und ebenso eigensinnige Meinungsbeiträge zu dieser Auswahl. Dies führt beim Leser nicht zum Wiederkäuen, sondern zum Vergleich mit der eigenen Wirklichkeitswahrnehmung mittels anderer Medien und zur Meinungsbildung durch Meinungskonkurrenz mit dem journalistischen Autor. Die Rede vom angeblichen "Triumph" des Meinungsjournalismus für die letzten Jahrzehnte (Liessmann S. 53) bedeutet eine Unterschätzung mündiger Mitmenschen.

Die "Theorie der Unbildung" des Wiener Philosophen Liessmann lieferte nur den Blick auf einen starren Regelzusammenhang verflossener Bildungsphilosophie. Bildung heute lässt sich viel besser begreifen als eine Art Abseitsregel, damit beim Fußball alle 22 Akteure in allen Varianten in Höhe, Tiefe und Breite im Spiel bleiben und zugleich genügend Diskussionsstoff für die Zuschauer liefern. Ohne Abseitsregel gäbe es nur eine Art permanentes Zielschießen. Insofern ist die zentrale Bildungsdefinition bei Dietrich Schwanitz, dem Bildungs-Bestsellerautor des letzten Jahrzehnts, wundervoll treffend im Blick auf journalistisch geprägte Öffentlichkeit: "Bildung ist die Fähigkeit, bei der Konversation mit kultivierten Leuten mitzuhalten, ohne unangenehm aufzufallen". (S. 505) Gewiss ist solche Regel Understatement des England-Freundes. Überhaupt muss man bei Schwanitz kapieren, dass sein Werk "Bildung. Alles, was man wissen muss" natürlich ein ironischer Kanon ist, ein uneigentliches Buch als Wissensmaßstab, den sich der aufgeklärte Zeitgenosse selbst zu basteln hat.

Unter ihrer Unbildung leiden bekanntlich nicht die Dummen, sondern die Klugen. Deutschlands bedeutendster Schriftsteller des späten 19. Jahrhunderts, Theodor Fontane, litt darunter, dass sein Wissen, seine Bildung im Wesentlichen aus den Journalen stammte. Deshalb wurde er der beste poetische Chronist des preußisch geprägten Deutschland. Georg Hensel litt als junger Mann mit poetischer Neigung so: "Was ich auch schrieb, Aphorismen, Gedichte, Essays, Erzählungen, ein philosophisches Stationendrama, es taugte nichts, und das schlimmste war: ich wusste, dass es nichts taugte." (S. 63) Solches Wissen über das eigene Nicht-Können indessen war der frühe, fruchtbare Bildungsmoment zur journalistischen Profession.

Was besonders an der Arbeit des Journalisten bleibt, ist die Tatsache, dass er subjektiver Autor bleiben muss, um allen Versuchungen eines Redaktionsbeamtentums oder eines puren Auftragkommunikators zu widerstehen. "Was die Wahrheit angeht," so Herbert Riehl-Heyse, lebt der journalistische Autor "in einem verminten Gelände, in einem besonders gefährdeten Beruf, weil unsereiner, wie niemand anderer von einem Heer von Interessenvertretern, PR-Agenten, Pressechefs und Kriegsparteien umzingelt ist, deren wesentliche Aufgabe es ist, uns allein ihre Wahrheit zu verkaufen oder, schlimmer noch, uns einzukaufen, damit wir ihre Wahrheiten für bare Münze nehmen." (S. 23) Gewiss ist der Journalist kein Dichter; selbst beim Texten einer Glosse bleibt er seinem journalistischen Auftrag im Blick auf die Wirklichkeit verpflichtet, welche der Leser mit ihm teilt. Gedichtsammlungen sind keine Zeitschriften, Poesie in Journalen ist Dokumentation von Kunst. Es kommt darauf an, als Journalist "mit den sprachlichen Mitteln des Dichters nur die Wahrheit zu schreiben ... es muss nur eben wirklich Beschreibung sein - selbstverständlich subjektive Beschreibung oder subjektive Einschätzung, was sonst - , nicht Erfindung" (S. 39).

Jeder journalistische Autor hat seine Autoren-Subjektivität. Erst eine Autorengruppe macht den Geschmack, die Stimmung, die Farbigkeit, die Perspektivik, Zuversicht und Hoffnung eines journalistischen Produkts aus, so dass der Leser sich in den Farben und Klängen mitschwingend wiederfindet. Bisweilen allerdings auch brüsk ganz anderer Meinung ist, in völlig andere Stimmung sich versetzt sieht, als es die Autorengruppe seines Blatts ihm nahelegt. Journalisten sind, auch darauf weist uns Herbert Riehl-Heyse hin, keine "Lokomotivführer, über die nie etwas bekannt wird, wenn sie ihre Arbeit ordentlich machen, und die nur dann plötzlich einen Namen haben, wenn sie ein Signal übersehen. ... Journalist wird man zuletzt auch, um sich von seinen Freunden oder Lesern feiern zu lassen für seine gelungensten Formulierungen, um Beifall einzuheimsen, Preise, Ruhm". (S. 44)

Ja, der Riehl aus München hat schon den Nerv der Zunft bis zum Abend hier getroffen. Ich rufe den Preisträgern in diesem Sinne nicht nur den Titel der Georg Henselschen Autobiographie "Glück gehabt" zu, sondern sage zur preisgekrönten Leistung herzlichen Glückwunsch und Glückauf!

Die Rede als PDF »