Nachrichten des Presseclubs

Markus Dielmann - ein Architekt handelt mit Schuhen

2015

Studiert hat er Architektur – mit Diplomabschluss. Sein Beruf ist heute der Handel mit Schuhen und Sportbekleidung. Markus Dielmann, jüngster Bruder von vier Geschwistern, führt heute zusammen mit seinem älteren Bruder das Darmstädter Traditions-Schuhgeschäft Dielmann.  Am 2. Februar war Dielmann  Gesprächsgast im Presseclub und berichtete von seiner ungewöhnlichen Berufslaufbahn, von der Firmengeschichte und vom Expansionsdrang des Unternehmens.  Die Gesprächsleitung hatte Petra Lochmann-Wilhelm.

Aus dem einst nur in Darmstadt angesiedelten Schuhgeschäft ist längst ein gestandenes mittelständisches Unternehmen geworden, das nicht mehr lokal sondern regional ausgerichtet ist. In 46 Filialen zwischen Würzburg und Karlsruhe mit Hauptsitz in Darmstadt beschäftigt die Familie Dielmann rund 700 Mitarbeiter. Stand der Großvater der beiden heutigen Geschäftsführer in den dreißiger und vierziger Jahren noch selbst beratend im Laden, konzentrieren sich die beiden Enkel heute auf die steuernde Arbeit im Hintergrund. Der ältere Bruder Thomas ist dabei der „Zahlenmensch“, der jüngere Bruder Markus der Mann für Einkauf und Märkte.

Die Firmengeschichte sei nicht ohne Belastung, berichtete Dielmann freimütig; denn 1935 hat die Familie das Schuhgeschäft von einem jüdischen Inhaber erworben, weil dieser aus Nazi-Deutschland nach Amerika fliehen wollte, was ihm auch gelungen ist. Man habe ihn angemessen bezahlt, nach dem Krieg weitere Ausgleichszahlungen geleistet und sei der Familie über Jahrzehnte freundschaftlich verbunden geblieben. Unter der Regie der beiden heutigen Geschäftsführer entwickelt sich das Unternehmen schnell. Vor einigen Jahren wurden das Sportfachgeschäft Hübner hinzuerworben, jährlich werden neue Filialen im Schuh- und im Sportsektor eröffnet, nicht immer unter dem Namen Dielmann, sondern oft auch unter dem des Vorbesitzers, um den Erfolg eines eingeführten Geschäfts fortzusetzen.

Mit eigenen Markennamen (etwa „Sommerkind“) ist der Schuhhandel mit mittleren Preissektor angesiedelt. Bis zu 45 Prozent des Angebots sei in allen Filialen gleich, der sogenannte Geschäftskern, damit betreibe man großen Aufwand und lasse die eigenen Marken vor allem in Europa produzieren. Da man im Rhein-Main-Neckar-Raum in einer finanzstarken Region verbreitet sei, könnten die einzelnen Filialen durchschnittlich zweieinhalb bis drei Millionen Euro Umsatz im Jahr machen, so Dielmann, das sei das zweieinhalbfache  eines durchschnittlichen Handelsunternehmens. Im Internethandel allerdings sei für ein Schuhhaus ihrer Größenordnung kein Geld zu verdienen.
Studiert hat er Architektur – mit Diplomabschluss. Sein Beruf ist heute der Handel mit Schuhen und Sportbekleidung. Markus Dielmann, jüngster Bruder von vier Geschwistern, führt heute zusammen mit seinem älteren Bruder das Darmstädter Traditions-Schuhgeschäft Dielmann.  Am 2. Februar war Dielmann  Gesprächsgast im Presseclub und berichtete von seiner ungewöhnlichen Berufslaufbahn, von der Firmengeschichte und vom Expansionsdrang des Unternehmens.  Die Gesprächsleitung hatte Petra Lochmann-Wilhelm.

Aus dem einst nur in Darmstadt angesiedelten Schuhgeschäft ist längst ein gestandenes mittelständisches Unternehmen geworden, das nicht mehr lokal sondern regional ausgerichtet ist. In 46 Filialen zwischen Würzburg und Karlsruhe mit Hauptsitz in Darmstadt beschäftigt die Familie Dielmann rund 700 Mitarbeiter. Stand der Großvater der beiden heutigen Geschäftsführer in den dreißiger und vierziger Jahren noch selbst beratend im Laden, konzentrieren sich die beiden Enkel heute auf die steuernde Arbeit im Hintergrund. Der ältere Bruder Thomas ist dabei der „Zahlenmensch“, der jüngere Bruder Markus der Mann für Einkauf und Märkte.

Die Firmengeschichte sei nicht ohne Belastung, berichtete Dielmann freimütig; denn 1935 hat die Familie das Schuhgeschäft von einem jüdischen Inhaber erworben, weil dieser aus Nazi-Deutschland nach Amerika fliehen wollte, was ihm auch gelungen ist. Man habe ihn angemessen bezahlt, nach dem Krieg weitere Ausgleichszahlungen geleistet und sei der Familie über Jahrzehnte freundschaftlich verbunden geblieben. Unter der Regie der beiden heutigen Geschäftsführer entwickelt sich das Unternehmen schnell. Vor einigen Jahren wurden das Sportfachgeschäft Hübner hinzuerworben, jährlich werden neue Filialen im Schuh- und im Sportsektor eröffnet, nicht immer unter dem Namen Dielmann, sondern oft auch unter dem des Vorbesitzers, um den Erfolg eines eingeführten Geschäfts fortzusetzen.

Mit eigenen Markennamen (etwa „Sommerkind“) ist der Schuhhandel mit mittleren Preissektor angesiedelt. Bis zu 45 Prozent des Angebots sei in allen Filialen gleich, der sogenannte Geschäftskern, damit betreibe man großen Aufwand und lasse die eigenen Marken vor allem in Europa produzieren. Da man im Rhein-Main-Neckar-Raum in einer finanzstarken Region verbreitet sei, könnten die einzelnen Filialen durchschnittlich zweieinhalb bis drei Millionen Euro Umsatz im Jahr machen, so Dielmann, das sei das zweieinhalbfache  eines durchschnittlichen Handelsunternehmens. Im Internethandel allerdings sei für ein Schuhhaus ihrer Größenordnung kein Geld zu verdienen.