Nachrichten des Presseclubs

Einblick in den Einzelhandel

2010

Kai Brune (Foto: Markus Schmidt)

Kai Brune (Foto: Markus Schmidt)

Kai Brune (Foto: Markus Schmidt)

Kai Brune (Foto: Markus Schmidt)

Kai Brune (Foto: Markus Schmidt)

Kai Brune (Foto: Markus Schmidt)

(Foto: Markus Schmidt)

(Foto: Markus Schmidt)

(Foto: Markus Schmidt)

(Foto: Markus Schmidt)

Der Geschäftsführer und Gesellschafter des Darmstädter Textilhauses Henschel und Ropertz, Kai Brune, hat bei der Monatsversammlung des Presseclubs am 12. April2010 über die Situation des Einzelhandels in Darmstadt und über das eigene Unternehmen berichtet. In Darmstadt gebe es relativ wenig Vielfalt im Einzelhandel, findet Brune, gleichwohl sei er als Händler mit dem derzeitigen Besatz nicht unzufrieden. In Mainz und Wiesbaden gebe es im Vergleich noch weniger inhabergeführte Geschäfte. Weniger Auswirkungen auf die Darmstädter Handelssituation als erwartet zeitige bislang das neue Einkaufszentrum Loop5 in Weiterstadt. Doch Brune ist sicher, dass dies nur eine vorläufige Betrachtung sei und dass es in Zukunft auch in Darmstadt noch etliche Geschäftsaufgaben geben werde. Das Haus Henschel und Ropertz ist selbst an einem Textilgeschäft im Loop 5 beteiligt, insofern hat Brune guten Einblick in die dortige Geschäftsentwicklung.

Unzufrieden ist der Darmstädter Handel mit der Parksituation in der Stadt. Brune hält es für unverständlich, dass die Stadt sämtliche Parkhäuser in die Hand nur eines Betreibers gegeben habe, der damit die Preise diktieren könne. Die hohen Parkpreise seien für die Kunden ein Ärgernis, dem sein Bekleidungshaus mit Erstattungen für Inhaber von Kundenkarten zu begegnen versuche. Er würde sich gern am Bau einer unabhängig geführten Tiefgarage - etwa unter dem Marktplatz - beteiligen, sagte er. Als "abenteuerlich" empfindet Brune die Situation des Wochenmarktes aus dem Darmstädter Marktplatz, wo es ein nur geringes Angebot gebe. Das eigene Haus habe in den vergangenen Jahren zahlreiche Neuerungen erfahren, so wurden untere Geschosse umgebaut und ein unrentables und restaurierungsbedürftiges Restaurant geschlossen. Auch in Zukunft werde es im Haus Henschel und Ropertz noch Umbauten geben, kündigte er an. Die in Darmstadt umstrittene Fassade des Hauses werde daher in absehbarer Zukunft nicht verändert.

Auf längere Sicht setzt Brune für die Darmstädter Innenstadt auf noch mehr Attraktivität. Der Trend beim Einkaufen gehe weniger in Richtung Einkaufsmärkte am Stadtrand als in Richtung wachsender Urbanität, wenn dafür die Rahmenbedingungen (etwa das Parken) stimmten. Das Gespräch mit Kai Brune wurde von Petra Neumann-Prystaj moderiert.