Nachrichten des Presseclubs

Regierungspräsident Baron achtet auf Historie

2010

Johannes Baron
Johannes Baron
Johannes Baron
Johannes Baron

Fotos: www.mas-foto.de

Johannes Baron (FDP) ist seit Juli 2009 Regierungspräsident in einem der größten Regierungsbezirke Deutschlands. Der Regierungsbezirk Darmstadt umfasst zehn Landkreise, zwei kreisfreie Städte und drei Städte mit Sonderstatus, 3.8 Millionen Menschen leben hier. Damit ist diese Mittelbehörde auch der größte unter den drei hessischen Bezirken. Baron berichtete am 22. Februar 2010 im Presseclub von seiner neuen Zuständigkeit, die weit mehr ausmacht als jene Aufsicht über die kommunalen Gebietskörperschaften, die für Lokaljournalisten immer wieder ein Thema ist. Im Regierungspräsidium werden bei Planungen und Bauvorhaben Verkehrs- und Naturschutzaspekte zusammengeführt, nach der Planung für die Erweiterung des Flughafens Frankfurt ist das Kraftwerk Staudinger das nächste Großprojekt der Regionalverwaltung. Hinzu kommen, wie Baron, der vor seinem Wechsel ins Regierungspräsidium als Kelkheimer Stadtkämmerer Kommunalpolitiker gewesen ist, etwa die Aufsicht über die Apotheken hessenweit und sogar die Kontrolle bestimmter in den USA produzierter Medikamente für die gesamte Europäische Union. Baron nahm auch Stellung zur aktuellen Diskussion über das Koalitionsklima zwischen Union und FDP in Berlin und verteidigte die von seinem Parteivorsitzenden Guido Westerwelle initiierte Diskussion über Hartz-IV-Bezieher. Dass das Darmstädter Kollegiengebäude am Luisenplatz, in dem der Regierungspräsident seinen Amtssitz hat, seit über 200 Jahren Sitz einer Landesverwaltung sei, macht es dem heutigen Regierungspräsidenten wertvoll. Diesen historischen bezug dürfe man nicht übersehen. Die Aussicht, es möglicherweise einmal der Stadt als Rathaus überlassen zu sollen, kann ihn daher nicht so recht begeistern. "Man muss sich ja nur mal umschauen am Luisenplatz, welches das schönste Gebäude ist," meinte er vielsagend.